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Aachener Grundvermögen Sonja Nees

Sonja Nees

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April | 2026

ZIA-Tag der Gesundheits- und Sozialimmobilie 2026: Martin Hölscher im Panel „Investitionshemmnisse im Seniorenwohnen – Perspektiven aus Politik und Immobilienwirtschaft“


ZIA Tag der Gesundheitsimmobilie 2026

Im 16. April 2026 findet in Berlin der diesjährige „Tag der Gesundheits- und Sozialimmobilie“ des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) statt. Die Veranstaltung gilt als zentrale Plattform für den Austausch zwischen Immobilienwirtschaft, Politik und Verbänden im Segment Gesundheits- und Sozialimmobilien. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze für eine zukunftsfähige soziale Infrastruktur in Deutschland.

Mit spezialisierten Fonds investieren wir seit 2009 gezielt in Einrichtungen mit Pflegeangeboten, Servicewohnen und innovative Wohnformen für ältere Menschen.

Langjähriges Engagement der Aachener Grundvermögen im Gesundheits- und Sozialimmobilienmarkt

Die Aachener Grundvermögen engagiert sich im ZIA daher seit vielen Jahren sehr aktiv durch die Mitarbeit im Ausschuss Gesundheits- und Sozialimmobilien. So hat Martin Hölscher, Leiter Ankauf Gesundheitsimmobilien der Aachener Grundvermögen, im Jahr 2025 den „Zweiten Zukunftsworkshop“, initiiert. Dieser brachte führende Betreiber und Pflegeverbände mit der Immobilienwirtschaft an einen Tisch, um gemeinsame Perspektiven für die Weiterentwicklung des Pflegemarktes zu erarbeiten. Beim diesjährigen Tag der Sozial- und Gesundheitsimmobilie bringt Hölscher die Expertise der Aachener Grundvermögen im zweiten Panel der ganztägigen Veranstaltung mit dem Titel „Investitionshemmnisse im Seniorenwohnen – Perspektiven aus Politik und Immobilienwirtschaft“ ein.

Aktuelle Herausforderungen: Demographischer Wandel und Marktdynamik

Der demografische Wandel stellt die deutsche Gesellschaft und die Immobilienwirtschaft gleichermaßen vor erhebliche Herausforderungen. Prognosen zufolge wird die Zahl der über 67-Jährigen bis 2040 auf rund 22 Millionen steigen. Damit wächst der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum und an Pflegeinfrastruktur kontinuierlich. Bereits heute besteht eine signifikante Versorgungslücke: Bis 2030 werden bundesweit etwa 300.000 zusätzliche Plätze in stationären Pflegeeinrichtungen benötigt.

Gleichzeitig steht der Markt für Gesundheits- und Sozialimmobilien vor erheblichen Herausforderungen. Die Kosten für Neubau und Sanierung sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, getrieben durch höhere Materialpreise, gestiegene Löhne und verschärfte energetische Anforderungen. Gleichzeitig erschweren die Zinswende und restriktivere Kreditvergaben die Finanzierung neuer Projekte. Hinzu kommen regulatorische Unsicherheiten, etwa durch uneinheitliche Vorgaben im Heimrecht der Bundesländer und laufende Reformen im Pflegebereich, die die Planungssicherheit für Investoren und Betreiber beeinträchtigen.
Zudem ist die wirtschaftliche Lage vieler Betreiber durch steigende Personal- und Energiekosten, Fachkräftemangel und unzureichende Refinanzierungsmöglichkeiten angespannt.
Ein weiteres zentrales Problem ist der Investitionsstau, da viele Projekte mit hoher sozialer Relevanz den Renditeanforderungen des Kapitalmarktes nicht entsprechen.
Zudem verzögern langwierige Genehmigungs- und Vergabeverfahren die Entwicklung dringend benötigter Einrichtungen.

Panel: Investitionshemmnisse im Seniorenwohnen – Perspektiven aus Politik und Immobilienwirtschaft

Möglichkeiten und Strategien, um den strukturellen Hürden für Investitionen in Seniorenwohnen entgegenzuwirken, diskutiert Martin Hölscher im zweiten Panel des Tages gemeinsam mit Dr. Gesa Miehe-Nordmeyer (Leiterin Abteilung 3, Bundeskanzleramt), Ralf Licht (CDO, Carestone Group) und Peter Tölzel (Senior Team Leader Healthcare Investment, JLL) unter der Moderation von Dr. Maritheres Palichleb (Partnerin, GSK Stockmann). Hölscher bringt dabei insbesondere die Perspektive institutioneller Investoren ein: Er adressiert die Lücke zwischen den Anforderungen des Kapitalmarkts – etwa in Bezug auf Rendite, Sicherheit und regulatorische Rahmenbedingungen – und den tatsächlichen Finanzierungsbedarfen sozialer Infrastruktur. Ziel ist es, gemeinsam mit politischen und wirtschaftlichen Akteuren Lösungsansätze zu entwickeln, um Investitionen in dringend benötigte Pflege- und Wohnangebote zu erleichtern und die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken.

Mehr über den Tag der Gesundheits- und Sozialimmobilie 2026: https://zia-deutschland.de/ziaevents/tag-der-gesundheits-und-sozialmmobilie-3/
 
Direkt zum Programm: https://zia-deutschland.de/programm-tag-der-gesundheits-und-sozialimmobilie-2026/

Ausblick: Benediktbeurer ZukunftsGespräche 2026

Neben dem Engagement im ZIA-Ausschuss Gesundheits- und Sozialimmobilien bringt die Aachener Grundvermögen seit 2009 jährlich Entscheiderinnen und Entscheider aus der Pflegebranche bei den Benediktbeurer ZukuftsGesprächen zusammen. Bei der etablierten Fachtagung diskutieren Expertinnen und Experten aus Pflege, Politik und Immobilienwirtschaft Innovationen und Zukunftsfragen im Pflegemarkt sowie Impulse für die Weiterentwicklung der Branche. Die diesjährigen 17. Benediktbeurer ZukuftsGespräche finden am 16. und 17. Juni 2026 im Kloster Benediktbeuern statt.