Nachhaltigkeit als Prinzip. Verantwortung als Praxis.
Seit 1973 investieren wir langfristig, sicherheitsorientiert und mit Fokus auf ökologische und soziale Aspekte – für Generationen.

Unser Kompass: Werte, die uns leiten
Das Ziel ist klar. Wir folgen unseren Prinzipien.
Seit 1973 verfolgen wir eine konservative, sicherheitsorientierte und langfristige Anlagestrategie. Nachhaltigkeit ist seit unserer Gründung in unserem Selbstverständnis verankert und seit 2023 explizit in unserer Geschäftsstrategie festgeschrieben. Als Vermögensverwalter für institutionelle Anleger, insbesondere kirchliche Institutionen, orientieren wir uns an der Orientierungshilfe der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees Deutscher Katholiken „Ethisch-nachhaltig investieren“ und haben alle unsere Sondervermögen mindestens nach Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung (SFDR) qualifiziert.
Nachhaltigkeit ist für uns mehr als die Erfüllung regulatorischer Vorgaben. Sie ist Ausdruck einer langfristigen Verantwortung gegenüber unseren Anlegern, den Städten, in denen wir investieren, und den kommenden Generationen. Unser Verständnis von Nachhaltigkeit umfasst ökologische, soziale und ethische Aspekte und ist fest in unserer Unternehmensstrategie verankert. Wir orientieren uns an den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und an den ethisch-nachhaltigen Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.
Nachhaltigkeit bedeutet für uns neben der selbstverständlichen Einhaltung branchenüblicher Standards und Regulatorik auch, urbane Lebensqualität zu fördern, Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen sowie Immobilien und Innenstädte so zu entwickeln und zu bewirtschaften, dass sie auch in Zukunft einen gesellschaftlichen Mehrwert bieten. Dabei steht die Balance zwischen ökonomischer Solidität, sozialer Wirkung und ökologischer Verträglichkeit im Mittelpunkt unseres Handelns.
EU-Offenlegungsverordnung (SFDR):
Alle unsere Sondervermögen sind mindestens gemäß Artikel 8 SFDR klassifiziert und bewerben ökologische und soziale Merkmale. Detaillierte Angaben zu den beworbenen Merkmalen, angewandten Methoden und wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren finden Sie in unseren vorvertraglichen Informationen und regelmäßigen Berichten.
Ethisch-nachhaltige Leitlinien:
Als Vermögensverwalter für institutionelle Investoren, überwiegend aus dem kirchlichen und gemeinnützigen Bereich, erkennen wir die Orientierungshilfe der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken als maßgeblich an.
UN Sustainable Development Goals (SDGs):
Wir unterstützen die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (https://sdgs.un.org/goals), insbesondere:
• SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen
• SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
• SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz
• SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele





Nachhaltigkeit im Kerngeschäft: Immobilien mit Zukunft
Unser Verständnis von Nachhaltigkeit (ESG)

Klimaresiliente Gebäude
E wie „Environmental Responsibility“
Ökologische Verantwortung bedeutet in erster Linie die effiziente Nutzung von Ressourcen. In Gebäuden zeigt sich dies durch den verantwortungsvollen Einsatz von Energie, Wasser und Baumaterialien. Gleichzeitig entstehen durch den Betrieb von Gebäuden verschiedene ökologische Belastungen wie CO₂-Emissionen, Abwasser und Abfall. Unser Ziel ist es, diese negativen Auswirkungen durch nachhaltige Lösungen zu minimieren und so einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Dafür überwachen wir und berichten regelmäßig über folgende ökologische Kriterien:
- CO₂-Intensität
- Endenergie-Intensität
- Abfallmanagement
- Wassermanagement
Eine zentrale oder gut angebundene Lage unserer Immobilien ist ebenfalls von ökologischer Bedeutung für die effiziente Ressourcennutzung. Daher prüfen wir in unseren Scorings je nach Assetklasse unter anderem:
- Anbindung an den ÖPNV
- Nahversorgungsangebote
- Naherholungsmöglichkeiten
- lokaler Nutzungsmix
- Angebot an Bildungseinrichtungen und Kitas
Im Rahmen unseres ESG-Managements stehen die Erfassung, Analyse und Reduzierung von Energieverbräuchen und den damit verbundenen CO₂-Emissionen im Mittelpunkt. Diese Parameter sind die zentralen Indikatoren für die ESG-Performance unserer Immobilien und werden kontinuierlich überwacht. Die Optimierung erfolgt durch systematische Datenerfassung, Benchmarking-Analysen und gezielte Effizienzmaßnahmen im laufenden Gebäudebetrieb – und somit ohne Extrakosten für unsere Anleger.
Zur systematischen Analyse und Steuerung von Klimarisiken nutzen wir die CRREM-Methodik (Carbon Risk Real Estate Monitor) der EU für unser gesamtes Immobilienportfolio. Diese wissenschaftsbasierte Methode ermöglicht es, die Klimakompatibilität unserer Immobilien zu bewerten, potenzielle Stranded Assets zu identifizieren und Dekarbonisierungspfade zu entwickeln, die mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens vereinbar sind. Die Anwendung erfolgt in Übereinstimmung mit den Anforderungen der SFDR und EU-Taxonomie.
Wir entwickeln unsere Bewirtschaftungsprozesse kontinuierlich weiter und implementieren eine umfassende ESG-Optimierungsmethodik. Diese integriert ESG-Kriterien systematisch in alle Phasen des Immobilienlebenszyklus – von der Akquisition über die Bestandsverwaltung bis zur Veräußerung. Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsleistung unserer Immobilien systematisch zu verbessern und regulatorische Anforderungen proaktiv zu erfüllen.
Unser strategischer Ansatz zur Dekarbonisierung basiert auf einem prozessorientierten Dreiklang:
Digital Twin (Digitaler Zwilling): Wir erstellen digitale Zwillinge unserer Immobilien als exakte, dynamische digitale Abbilder. Diese dienen als zentrale Datenbasis für präzise Analysen, Simulationen und die kontinuierliche Optimierung des Gebäudebetriebs. Die Implementierung erfolgt datenschutzkonform.
Energiemanagement: Durch aktives, datengestütztes Energiemanagement überwachen, analysieren und optimieren wir die Energieverbräuche kontinuierlich. Moderne Systeme ermöglichen die intelligente Steuerung und Automatisierung der Gebäudetechnik zur Reduzierung von Betriebskosten und Emissionen. Die Umsetzung erfolgt in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben.
Variantenstudien: Wir führen systematische Variantenstudien durch, um verschiedene Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen zu simulieren und die effektivsten sowie wirtschaftlichsten Wege zur CO2-Reduktion zu identifizieren. Diese Studien dienen als Entscheidungsgrundlage für Investitionen und sind mit den Anforderungen der EU-Dekarbonisierungsstrategie und der SFDR kompatibel.

Wir setzen Green Leases als Vertragsinstrument ein, um Nachhaltigkeitsziele gemeinsam mit unseren Mietern zu verfolgen. Diese nachhaltigkeitsorientierten Mietverträge enthalten spezifische Klauseln zur Reduzierung von Energie- und Wasserverbrauch, zu verantwortungsvollem Abfallmanagement, zur Nutzung umweltfreundlicher Materialien und Technologien sowie zur Zusammenarbeit bei energetischen Sanierungsmaßnahmen. Die Green-Lease-Klauseln orientieren sich an den Empfehlungen des ZIA (Zentraler Immobilien Ausschuss) und werden als ausgewogene, rechtssichere und durchsetzbare Vereinbarungen ausgestaltet.
Soziale Verantwortung
S wie „Social Engagement“
Wir wollen uns aktiv gesellschaftlich engagieren, indem wir auf den demografischen Wandel reagieren und soziale Gerechtigkeit fördern. Im Fokus stehen dabei Pflegeeinrichtungen und Servicewohnen, um den Bedürfnissen einer alternden Gesellschaft gerecht zu werden, sowie soziale Immobilien, die durch mietpreisgebundenen Wohnraum bezahlbares Wohnen für alle ermöglichen. Diese Verpflichtung zeigt sich in unseren sozialen Fondsprodukten sowie in unseren Artikel-8-Scorings mit sozialen Kriterien.
Urbane Lebensqualität gestalten
G wie „Governance Verantwortung“
Governance beschreibt die Qualität der Führung und die internen Strukturen, die ein Unternehmen zur Entscheidungsfindung einsetzt. Wir wollen unsere Städte weiterentwickeln, indem wir das Gemeinschaftsgefühl unter den Eigentümern der Innenstadtimmobilien fördern, um gemeinsam das Potenzial unserer Städte voll auszuschöpfen. Nachhaltige Governance zeigt sich beispielsweise in folgenden Aktivitäten:
- Mitgliedschaft und Engagement in Innenstadtinitiativen und -zusammenschlüssen
- Mitarbeiterförderung: Kinderbetreuung, Gesundheitsangebote, Fortbildungen
- Gesellschaftliches Engagement: Ehrenamtliche Aktivitäten, kommunale Beteiligung
- Partnermanagement: Sorgfältige Auswahl von Partnern und Dienstleistern
- Wissenstransfer: Branchenweiter Austausch von Best Practices und Forschungskooperationen
Über die Regulatorik hinaus: Forschung und Innovation
Zukunft gestalten durch Forschung und Innovation
Verantwortung kennt keine Mauern- oder Grundstücksgrenzen. Deshalb engagiert sich die Aachener Grundvermögen über regulatorische Anforderungen hinaus für die nachhaltige Entwicklung urbaner Räume. Mit wissenschaftlich begleiteten Pilotprojekten, aktiver Standortentwicklung und interdisziplinärem Dialog leisten wir einen nachweisbaren Beitrag zur Zukunftsfähigkeit von Stadt und Gesellschaft.
Wissen teilen, Branche stärken
Wissensaustausch
Der Austausch von Nachhaltigkeitswissen innerhalb der Branche ist ein wesentlicher Bestandteil verantwortungsvoller Unternehmensführung. Die Aachener Grundvermögen war einer der ersten Vermögensverwalter in Deutschland mit vollständig digitalisiertem Datenbestand und einheitlicher Datenstrategie. Weil die Transformation von Bestandsimmobilien eine gemeinschaftliche Aufgabe ist, geben wir dieses Wissen weiter. Im Rahmen von Initiativen wie „Road to Green – Das Gipfeltreffen zur Transformation von Bestandsimmobilien“ und durch die aktive Teilnahme an branchenspezifischen Strategietagungen bringt die Aachener Grundvermögen ihre Erfahrungen in die Entwicklung und Diskussion nachhaltiger Lösungen für die Immobilienwirtschaft ein. Im Fokus stehen dabei die Dekarbonisierung von Bestandsimmobilien, digitale Optimierungsmethoden und die transparente Vermittlung von ESG-Standards. Dieser Wissenstransfer stärkt die Governance-Strukturen der Branche und trägt dazu bei, nachhaltige Standards weiterzuentwickeln.
Brancheninitiativen und Standards
Wir sind Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e. V. sowie des ICG Instituts für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft und handeln nach dem von diesem aufgestellten Kodex für Baukultur. Außerdem sind wir Unterzeichnerin der Principles for Responsible Investment (PRI) der Vereinten Nationen – eines global anerkannten Netzwerks von Investoren, die sich dazu verpflichten, Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) stärker in ihre Investitionsentscheidungen einzubeziehen. Ziel ist es, verantwortungsvolles Investieren zu fördern und dadurch langfristig bessere Ergebnisse für Umwelt und Gesellschaft zu erzielen. Zudem sind wir Mitglied im Corporate Responsibility Interface Center e. V. (cric e. V.), einem Verein zur Förderung ethisch-nachhaltiger Investments, um den Austausch zu nachhaltigen Finanzthemen zu vertiefen und unser Know-how im Bereich ESG-Management und ethische Anlagegrundsätze einzubringen.
Forschungskooperation
Neben unserer Forschungskooperation „Klimalabor Köln“ mit der Universität zu Köln engagieren wir uns in wissenschaftlichen Kooperationen, Partnerschaften und Projekten, unter anderem:
- Lehrstuhl für Digitales Marketing der WHU – Otto Beisheim School of Management
- Fakultät für Bauingenieurwesen RWTH Aachen
- Reallabor SmartQuart des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz
Außerdem unterstützen wir regelmäßig Studierende mit praxisnahen Forschungsgrundlagen bei ihren Abschlussarbeiten.
Zukunftsgerichtete Aussagen:
Aussagen zu zukünftigen Entwicklungen, Zielen und Maßnahmen basieren auf aktuellen Einschätzungen und Planungen. Sie stellen keine Garantie für die tatsächliche Entwicklung oder Zielerreichung dar. Externe Faktoren wie regulatorische Änderungen, Marktentwicklungen oder technologische Fortschritte können die Umsetzung beeinflussen.
Methodische Grenzen:
Die verwendeten ESG-Bewertungsmethoden und -daten unterliegen methodischen Grenzen und können Unsicherheiten enthalten. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Datenqualität und Methodentransparenz zu verbessern, können jedoch keine Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit garantieren.
Regulatorische Entwicklungen:
Die Nachhaltigkeitsregulatorik entwickelt sich dynamisch weiter. Wir passen unsere Prozesse und Berichterstattung kontinuierlich an neue Anforderungen an, können jedoch nicht ausschließen, dass sich Standards und Klassifizierungen ändern.
SFDR- und Taxonomie-Offenlegungen:
Die Klassifizierung unserer Sondervermögen nach Artikel 8 SFDR bedeutet, dass ökologische und/oder soziale Merkmale berücksichtigt werden. Dies ist nicht gleichbedeutend mit einer Einstufung als ökologisch nachhaltige Investitionen im Sinne der EU-Taxonomie-Verordnung. Detaillierte Informationen zu den enthaltenen Merkmalen, dem Anteil taxonomiefähiger Wirtschaftstätigkeiten und den wichtigsten nachteiligen Auswirkungen finden Sie in den jeweiligen vorvertraglichen Informationen und regelmäßigen Berichten der Sondervermögen.
Strategiepapier Nachhaltigkeit Aachener Grundvermögen
Unsere Strategie zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken bei Investitionsentscheidungsprozessen gem. Art. 3 der Offenlegungsverordnung Version 1
(ab 01.10.2022)
PDF [6.05 MB]
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